Pokémon GOdas berühmte Augmented-Reality-Spiel, sieht seine Spieldaten für militärische Zwecke missbraucht. Tatsächlich werden die von Spielern gescannten Umgebungen, die insgesamt mehr als 30 Milliarden Analysen umfassen, von der Firma Vantor, einem amerikanischen Verteidigungsunternehmen, zum Trainieren von Drohnennavigationsmodellen verwendet. Diese unerwartete Datennutzung wirft Fragen zum Datenschutz auf, da der Übergang zwischen Niantic und Scopely bestätigt ist.
- Daten von Pokémon GO werden zum Trainieren von Militärdrohnen verwendet. Diese Informationen wurden durch aktuelle Berichte enthüllt.
- Vantor, ein Auftragnehmer der National Geospatial-Intelligence Agency, wird diese Daten nutzen, um die Drohnennavigation zu verbessern.
- Dank Pokémon GO-Spielern wurden über 30 Milliarden Umgebungsscans gesammelt.
- Niantic Spatial gibt an, dass diese Daten nach der Umstellung auf Scopely nun anders verwaltet werden.
Spieldaten zur Verteidigung
Vantors Nutzung von Daten aus Pokémon GO ist überraschend. Die insgesamt mehr als 30 Milliarden Scans der Spieler dieses Augmented-Reality-Spiels werden nun zum Trainieren von Drohnennavigationsmodellen verwendet. Dieses Gerät würde es militärischen Drohnen und Bodenbetreibern ermöglichen, Koordinaten in Echtzeit auszutauschen, ohne auf Satellitenverbindungen angewiesen zu sein. Vantor, das mit der National Geospatial-Intelligence Agency zusammenarbeitet, ist maßgeblich am Global Enhanced GEOINT Delivery-Programm beteiligt und bedient mehr als 400.000 Benutzer in der gesamten US-Regierung.
Als Reaktion darauf sagte ein Sprecher von Niantic Spatial, dass Pokémon GO-Daten nicht mehr mit dem Unternehmen geteilt werden, was darauf hindeutet, dass AR-Scans von Spielern freiwillig gesammelt wurden. Diese Entscheidung ist Teil des Übergangs zu Scopely, dessen Konturen noch unklar sind.
Auswirkungen und Probleme rund um die Nutzung von Daten
Diese Entwicklung bei der Nutzung von Pokémon GO-Daten öffnet die Tür zu einer Debatte über die Nutzung von Informationen, die über Spieleanwendungen gesammelt werden, für militärische Zwecke. Wenn die Spieler gewusst hätten, dass ihre Beiträge andere Sektoren antreiben könnten, hätten sich nur wenige von ihnen das Militär vorgestellt. Dies stellt die ethischen und rechtlichen Grenzen der Nutzung personenbezogener Daten in Frage, selbst wenn diese im Unterhaltungskontext erhoben werden.
Angesichts dieser Situation ist es von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen ihre Datenschutzrichtlinien klarstellen. Der Übergang zu Scopely und das Ende des Datenaustauschs unterstreichen die Bedeutung der Benutzerentscheidungen in Bezug auf Einwilligung und Datenschutz. Pokémon GO-Spieler sollten nun wachsam bleiben, wie ihre Daten in Zukunft verwendet werden.
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