Pokémon Go: die erstaunliche Nutzung von Spieldaten für die Drohnennavigation
Im Juni 2023 erschien ein Bericht von Wächter zeigt, dass die von gesammelten Daten Pokémon Go werden in einem unerwarteten Kontext verwendet: einer Zusammenarbeit zwischen Niantic, dem Schöpfer des Spiels, und Vantor, einem Unternehmen, das sich auf die räumliche Erkennung von Drohnen spezialisiert hat. Dieser technologische Fortschritt wirft Fragen zur Verwendung der von Benutzern gesammelten Daten auf, die ursprünglich zur Unterhaltung gedacht waren.
- Niantic verwendet Scans von Pokémon Go um KI-Modelle im Zusammenhang mit der Drohnennavigation zu trainieren.
- Spieler durchsuchten Standorte nach Belohnungen im Spiel, ohne zu wissen, dass diese Daten wiederverwendet werden würden.
- Bestätigt ist eine Zusammenarbeit zwischen Niantic und Vantor, die diese Daten für militärische Anwendungen nutzt.
- Experten für digitale Rechte fordern eine Reflexion über Transparenz und Nutzereinwilligung.
Zeichnen Sie mit Pokémon Go die Konturen eines neuen technologischen Zeitalters
Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit steht eine Funktion, die 2021 eingeführt wurde Pokémon Gowodurch Benutzer reale Standorte im Austausch gegen virtuelle Belohnungen scannen können. Diese Daten wurden zur Entwicklung der KI-Modelle von Niantic verwendet. Die Scans selbst wurden jedoch nicht an Vantor übertragen; Sie wurden zur Schulung von KI-Systemen eingesetzt und lösten eine Debatte über die Wiederverwendung von Daten aus.
Diese neue Verwendung von Scans von Pokémon Go zeigt die zunehmende Komplexität rund um das Datenmanagement. Es bestehen insbesondere Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Ethik dieser Praktiken, insbesondere wenn ihre Verwendung im militärischen Kontext in Betracht gezogen wird.
Eine neue Dimension personenbezogener Daten und Einwilligung
Dieser Fall erinnert uns daran, dass selbst Spiele, die als harmlos gelten, erhebliche ethische Auswirkungen haben können. Wie Tom Sulston von Digital Rights Watch betont, verbringen Benutzer oft nicht genügend Zeit damit, die Nutzungsbedingungen zu lesen, bevor sie teilnehmen. Dieses Phänomen erfordert eine Neubewertung der Gesetze zum Schutz personenbezogener Daten.
Untersuchungen von Dr. Rob Nicholls, der mit der University of Sydney in Verbindung steht, zeigen, dass Daten, beispielsweise aus Fitness-Apps, auch zu unerwarteten Ergebnissen führen können. Dieses Szenario verdeutlicht die Tatsache, dass die von uns heute generierten Daten Auswirkungen haben können, die weit über ihren ursprünglichen Zweck hinausgehen.
Kurz gesagt, die Geschichte von Pokémon Go ist eine eindrucksvolle Erinnerung an unser digitales Zeitalter, in dem jede Online-Geste für uns unbekannte Zwecke umfunktioniert werden kann. Selbst das Fangen eines Pikachu kann also Konsequenzen haben, die niemand vorhersehen konnte.
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