Blizzard, ein beliebter Videospielentwickler, der für ikonische Franchises wie StarCraft und Warcraft bekannt ist, scheint die Idee, ein neues Echtzeitstrategiespiel (RTS) auf den Markt zu bringen, vor mehr als einem Jahrzehnt aufgegeben zu haben. Einem aktuellen Bericht zufolge scheiterten interne Versuche, RTS-Projekte wiederzubeleben, darunter ein potenzielles Warcraft 4 und sogar eine RTS-Version von Call of Duty, bei den Führungskräften von Activision-Blizzard nicht. In diesem Artikel werden die Gründe für diese Blockierung sowie die Auswirkungen des Scheiterns von Warcraft III: Reforged untersucht.
Bei Blizzard herrscht mangelnder Appetit auf RTS
Tim Morten, ehemaliger Produktionsleiter von StarCraft 2, versuchte das Management von Activision-Blizzard davon zu überzeugen, die Entwicklung neuer RTS-Titel wieder aufzunehmen. Es wurden sogar ehrgeizige Projekte wie eine Warcraft 4- und eine Call of Duty-RTS-Version vorgeschlagen, diese Ideen wurden jedoch abgelehnt. Morten verließ Blizzard schließlich im Jahr 2020, um Frost Giant zu gründen, das für Stormgate verantwortliche Studio.
Das Scheitern von Warcraft III: Reforged
Eines der Haupthindernisse für die Entwicklung eines neuen Echtzeitstrategiespiels ist das durchschlagende Scheitern von Warcraft III: Reforged. Nachdem das Spiel mit zahlreichen Fehlern und Leistungsproblemen auf den Markt kam, enttäuschte es die Fans schnell. Blizzard sah sich einem öffentlichen Aufschrei gegenüber, bot Rückerstattungen an und gab zu, dass der Start nicht den Erwartungen entsprochen hatte. Laut Jason Schreier hat dieser Vorfall Manager davon abgehalten, andere RTS-Spieleprojekte zu validieren.
In ihrer Rezension stellte Alice B von RPS fest, dass das remasterte Spiel zwar einige Erwartungen erfüllte, aber viele wesentliche Funktionen vermisste und bei treuen Spielern der Franchise einen bitteren Nachgeschmack hinterließ.
Der Abgang wichtiger Talente
Neben dem Scheitern von Reforged trug auch der Abgang mehrerer wichtiger Mitglieder des Entwicklungsteams zur Stagnation der RTS-Projekte bei Blizzard bei. Viele Veteranen der StarCraft- und Warcraft-Franchise haben sich anderen Studios angeschlossen und spirituelle Spiele entwickelt, die ihre Vorgänger ersetzen. Das Studio Uncapped Games wurde beispielsweise von David Kim, dem ehemaligen Hauptdesigner von StarCraft 2, gegründet.
Eine ungewisse Zukunft für Blizzard
Angesichts der Entlassungswelle bei Microsoft, der Muttergesellschaft von Activision-Blizzard, scheint es unwahrscheinlich, dass neue RTS-Projekte kurzfristig das Licht der Welt erblicken. Das Interesse an einer RTS-Version von Call of Duty bleibt jedoch bei den Fans bestehen. Auch wenn die Idee eines solchen Spiels Zweifel an seiner Realisierbarkeit aufwirft, unterstreicht sie doch den anhaltenden Wunsch nach tiefgründigen, strategischen narrativen Spielerlebnissen.
Kurz gesagt, die Zukunft von RTS bei Blizzard scheint unklar, aber glühende Bewunderer der Franchise hoffen weiterhin auf eine Rückkehr zu diesen ikonischen strategischen Wurzeln.
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